Andreas Freimuth von der TG Winkel zählt zu den erfolgreichsten deutschen Kata-Judoka. Gemeinsam mit seinem Partner Eike Schmidt gewann er schon im Mai 2026 die Europameisterschaft in der Disziplin Kodokan Goshin Jutsu. Ihren bislang größten Erfolg erlangen die beiden jetzt bei den Weltmeisterschaften in Sarajevo. Mit 509 Punkten sicherten sie sich die Bronzemedaille hinter dem Paar aus Japan und Frankreich. Damit stehen die beiden momentan auf Platz 1 der Weltrangliste.

Judo ist weit mehr als der Kampf um einen Ippon auf der Matte. Das zeigt Andreas Freimuth von der TG Winkel eindrucksvoll. Der erfahrene Judoka ist seit vielen Jahren aktiv in der Judo-Abteilung der TG Winkel und engagiert sich dort neben seiner eigenen sportlichen Laufbahn auch als Trainer und Übungsleiter.

Seine besondere Leidenschaft gilt dem Kata-Judo – einer anspruchsvollen Form des Judo, bei der festgelegte Techniken mit höchster Präzision, Dynamik und perfektem Timing demonstriert weden

Die Kodokan Goshin Jutsu unterscheidet sich deutlich vom klassischen Wettkampf, wie ihn viele Zuschauer aus dem Fernsehen kennen. Im Mittelpunkt stehen realistische Selbstverteidigungstechniken. Angriffe werden nach einem genau festgelegten Ablauf demonstriert und vom Judopaar möglichst präzise ausgeführt.

abei kommt es auf jedes Detail an: Körperhaltung, Abstand, Griff, Bewegungsablauf, Timing und die kontrollierte Ausführung der Techniken müssen exakt stimmen. Schon kleinste Abweichungen können sich in der Bewertung bemerkbar machen.

Für Andreas bedeutet Kata deshalb keineswegs weniger sportliche Herausforderung als der klassische Wettkampf. Im Gegenteil: Jahrelanges Training ist erforderlich, um die Techniken nicht nur zu beherrschen, sondern sie auch unter Wettkampfbedingungen sicher und überzeugend präsentieren zu können.

Seine sportliche Heimat hat Andreas Freimuth bei der TG Winkel, wo er bis heute aktiv ist. Sein Engagement geht dabei über die eigene Wettkampfkarriere hinaus. Als Trainer und Übungsleiter der Judo-Abteilung gibt er seine Erfahrung und sein Wissen an andere Judoka weiter und trägt damit zur Entwicklung des Judosports in Winkel bei.

Dass ein Sportler aus dem Rheingau auf internationaler Ebene erfolgreich ist, ist auch für den Verein etwas Besonderes. Die Erfolge von Andreas zeigen, welche Möglichkeiten sich aus kontinuierlicher Vereinsarbeit, technischem Können und langjährigem Training entwickeln können.

Für die TG Winkel ist Andreas Freimuth damit nicht nur ein erfolgreicher Judoka, sondern ein aktiver Teil des Vereinslebens und ein Aushängeschild der Judo-Abteilung. Sein Europameistertitel und die WM-Bronzemedaille 2026 sind der vorläufige Höhepunkt einer langen sportlichen Entwicklung, die ihren festen Platz in Winkel hat.

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Fotos: Gabriela Sabau